Prüfe in zwei Minuten, ob deine Daten geleakt sind
Mit einem kostenlosen Selbsttest findest du heraus, ob deine E-Mail-Adresse in bekannten Datenlecks auftaucht. So gehst du vor und so reagierst du richtig.
KI-generiertDieses Bild wurde mit KI erzeugt · Yves Hoppe / KI / nowpass
Du kannst nicht verhindern, dass Dienste gehackt werden, denn das passiert bei den Anbietern. Aber du kannst in wenigen Minuten herausfinden, ob deine Daten bereits einmal betroffen waren. Ein kurzer Selbsttest verschafft dir Klarheit und zeigt dir, wo du handeln solltest.
So funktioniert der Check
Zwei etablierte, kostenlose Dienste haben sich für diesen Selbsttest bewährt:
- Have I Been Pwned. Du gibst deine E-Mail-Adresse ein, und der Dienst gleicht sie mit einer riesigen Sammlung bekannter Datenlecks ab. Als Ergebnis siehst du sofort im Browser, in welchen Vorfällen deine Adresse aufgetaucht ist und welche Daten dort jeweils betroffen waren.
- HPI Identity Leak Checker des Hasso-Plattner-Instituts. Auch hier gibst du nur deine Adresse ein. Das Ergebnis kommt anschließend per E-Mail an genau diese Adresse, was zugleich bestätigt, dass sie dir gehört.
So gehst du Schritt für Schritt vor:
- Öffne einen der beiden Dienste, indem du die Adresse selbst im Browser eintippst, statt einem Link aus einer Nachricht zu folgen.
- Gib deine E-Mail-Adresse ein und starte die Prüfung. Wiederhole das für jede Adresse, die du regelmäßig nutzt.
- Lies das Ergebnis in Ruhe: Bei welchem Dienst tauchst du auf, und welche Daten waren dort betroffen?
Zwei Punkte zur Einordnung:
- Ein Treffer heißt nicht, dass du gerade gehackt wirst. Er heißt, dass deine Adresse Teil eines Lecks war, oft schon vor Jahren.
- Kein Treffer ist keine Garantie. Es können Lecks existieren, die noch nicht öffentlich bekannt sind. Der Check ist ein guter Anhaltspunkt, kein Freibrief.
Gib in solche Felder ausschließlich deine E-Mail-Adresse ein, niemals dein Passwort. Wenn du zusätzlich eine offizielle Einordnung suchst: Auch das BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik) informiert darüber, wie du mit Datenlecks umgehst.
Was du bei einem Treffer tust
- Ändere das Passwort des betroffenen Dienstes, und überall dort, wo du dasselbe verwendet hast.
- Vergib künftig für jedes Konto ein eigenes Passwort. Am einfachsten mit einem Passwort-Manager.
- Aktiviere einen zweiten Faktor, damit ein gestohlenes Passwort allein nicht mehr genügt: Zwei-Faktor-Authentifizierung.
Mach daraus eine Gewohnheit
Prüfe deine wichtigsten Adressen ein- bis zweimal im Jahr, oder immer dann, wenn du von einer neuen Datenpanne hörst. Viele Passwort-Manager übernehmen diese Überwachung sogar automatisch und melden sich, sobald ein gespeicherter Zugang in einem Leck auftaucht.
Wenn der Check anschlägt und du gezielt vorgehen willst, führt dich Dein Konto in einem Datenleck? in der richtigen Reihenfolge durch alle Schritte.