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Sicherheitswarnung · Hohe Relevanz

SIM-Swapping nimmt zu: so schützt du deine Mobilnummer

Beim SIM-Swapping übernehmen Angreifer deine Rufnummer und fangen SMS-Codes ab. Wie die Masche funktioniert und mit welchen Schritten du dich schützt.

SIM-Swapping nimmt zu: so schützt du deine Mobilnummer
KI-generiertDieses Bild wurde mit KI erzeugt · Yves Hoppe / KI / nowpass

Deine Mobilnummer ist mehr als ein Kontaktweg. Bei vielen Diensten dient sie zur Anmeldung, zum Zurücksetzen von Passwörtern oder als zweiter Faktor per SMS. Genau das macht sie zum Ziel. Beim sogenannten SIM-Swapping bringen Angreifer deine Nummer in ihre Gewalt, und Sicherheitsforscher berichten, dass diese Masche zunimmt.

Wie SIM-Swapping funktioniert

Der Angreifer sammelt zunächst persönliche Daten über dich, etwa aus früheren Datenlecks oder aus sozialen Netzwerken. Damit gibt er sich gegenüber deinem Mobilfunkanbieter als du aus und bittet um eine Übertragung deiner Nummer auf eine neue SIM-Karte, oft mit der Behauptung, das Handy sei verloren gegangen. Gelingt das, ist deine bisherige Karte tot, und alle Anrufe und SMS landen beim Angreifer.

Ab diesem Moment kann er SMS-Codes abfangen und darüber Konten übernehmen, die per SMS abgesichert oder wiederherstellbar sind. Ein erstes Warnzeichen ist, wenn dein Handy plötzlich ohne Grund keinen Empfang mehr hat.

So schützt du dich

  1. Setz nicht auf SMS als zweiten Faktor, wo es Alternativen gibt. Eine Authenticator-App erzeugt Codes lokal, die sich nicht über die Nummer abfangen lassen. Warum das sicherer ist, steht in Angreifer umgehen SMS-2FA.
  2. Richte bei deinem Mobilfunkanbieter einen Zusatzschutz ein. Viele Anbieter bieten eine gesonderte Kunden-PIN oder ein Kennwort an, das bei Änderungen am Vertrag und bei einem Kartentausch abgefragt wird. Frag außerdem nach einer Portierungs-PIN, die eine Rufnummernmitnahme absichert. Damit wird eine unbefugte Übertragung deutlich schwerer.
  3. Gib online weniger über dich preis. Je weniger persönliche Details öffentlich auffindbar sind, desto schwerer fällt es Angreifern, sich als du auszugeben.
  4. Nimm deine Nummer aus der Rolle des Generalschlüssels. Ersetze sie bei wichtigen Konten als Wiederherstellungs- und Anmeldeweg durch eine Authenticator-App oder einen Passkey, wo der Dienst das erlaubt. Was die Nummer nicht mehr öffnet, kann ein SIM-Swap auch nicht kapern.

Wenn es passiert ist

Verliert dein Handy plötzlich den Empfang und lässt sich nicht wiederherstellen, kontaktiere sofort deinen Mobilfunkanbieter über einen anderen Anschluss. Sichere danach deine wichtigsten Konten neu ab, allen voran die E-Mail. Die richtige Reihenfolge dafür findest du in Dein Konto in einem Datenleck?.

Der beste Schutz bleibt, die eigene Nummer gar nicht erst zum Generalschlüssel zu machen. Ein zweiter Faktor per App und ein aktiver Zusatzschutz beim Anbieter entziehen dem SIM-Swapping den größten Teil seiner Wirkung.