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Datenleck · Mittlere Relevanz

Zugangsdaten aus Onlineshop-Lecks tauchen wieder auf

03. September 2025 · 3 Min. Lesezeit

Immer wieder geraten Zugangsdaten aus früheren Onlineshop-Lecks neu in Umlauf. Warum das gefährlich bleibt und wie du deine Konten absicherst.

In unregelmäßigen Abständen berichten Sicherheitsforscher, dass Zugangsdaten aus älteren Onlineshop-Lecks erneut in einschlägigen Foren auftauchen. Solche Datensätze werden neu zusammengestellt, gehandelt und automatisiert weiterverwendet. Auch wenn die zugrunde liegenden Vorfälle teils Jahre zurückliegen, bleibt die Gefahr aktuell.

Warum alte Daten weiter gefährlich sind

Ein Passwort, das du seit dem ursprünglichen Leck nicht geändert hast, funktioniert oft noch. Und wenn du dasselbe Passwort auch bei anderen Diensten nutzt, öffnet ein einziger alter Datensatz gleich mehrere aktuelle Konten. Genau darauf setzen Angreifer, wenn sie solche Listen automatisiert gegen viele Dienste durchprobieren. Diese Masche heißt Credential Stuffing und ist der häufigste Weg, wie private Konten übernommen werden.

Onlineshops sind dabei ein beliebtes Ziel, weil dort häufig Adressen und teils Zahlungsdaten hinterlegt sind.

Was du konkret tun solltest

  1. Prüfe, ob deine Adresse betroffen ist. Ein schneller Selbsttest hilft, sich einen Überblick zu verschaffen: Prüfe in zwei Minuten, ob deine Daten geleakt sind.
  2. Erneuere betroffene Passwörter, und zwar überall dort, wo du dieselbe Kombination genutzt hast.
  3. Vergib künftig für jedes Konto ein eigenes Passwort. Das begrenzt jedes Leck auf einen einzigen Dienst. Die Umsetzung: Sichere Passwörter erstellen.
  4. Lösche Konten, die du nicht mehr brauchst. Was nicht mehr existiert, kann auch nicht geleakt werden.

Die richtige Reihenfolge im Ernstfall

Wenn du merkst, dass eines deiner Konten betroffen ist, kommt es auf die richtige Reihenfolge an: erst das betroffene Passwort, dann alle Kopien davon, zuerst E-Mail und Bezahldienste, dazu ein zweiter Faktor. Die vollständige Anleitung findest du in Dein Konto in einem Datenleck?.

Datenlecks bei Shops kannst du nicht verhindern, denn sie passieren beim Anbieter. Aber mit einzigartigen Passwörtern und einem zweiten Faktor entscheidest du selbst, wie viel Schaden ein solcher Vorfall bei dir anrichten kann.