Zuhause
Router und Heimnetz absichern: 9 Einstellungen, die zählen
Der Router ist die Tür zu deinem ganzen Heimnetz. Diese neun Einstellungen machen ihn sicher, von Passwort und Firmware bis zum getrennten Gastnetz.
KI-generiertDieses Bild wurde mit KI erzeugt · Yves Hoppe / KI / nowpass
Der Router ist das am meisten unterschätzte Gerät im Haushalt. Er ist die Tür zwischen deinem Heimnetz und dem Internet, und alles, was du zu Hause online tust, läuft durch ihn hindurch. Wird er übernommen, sind potenziell alle Geräte dahinter betroffen. Die gute Nachricht: Ein Router lässt sich in einer halben Stunde deutlich sicherer machen. Hier sind die neun Einstellungen, auf die es ankommt.
Du erreichst die Einstellungen deines Routers über den Browser, indem du seine Adresse eingibst. Sie steht meist auf einem Aufkleber am Gerät, oft in der Form 192.168. oder als Name wie fritz.box.
1. Das Standard-Admin-Passwort ändern
Viele Router werden mit einem voreingestellten Passwort ausgeliefert, das im Internet bekannt ist. Das ist die wichtigste einzelne Änderung. Vergib ein langes, einzigartiges Passwort für den Zugang zur Router-Oberfläche und speichere es im Passwort-Manager. Falls du noch keinen nutzt: Passwort-Manager einrichten.
2. Die Firmware aktuell halten
Die Firmware ist das Betriebssystem deines Routers. Hersteller schließen darüber Sicherheitslücken. Aktiviere die automatischen Updates, falls dein Gerät das anbietet, oder prüfe alle paar Monate manuell auf eine neue Version. Ein veralteter Router ist eine offene Einladung. Warum das für alle Geräte gilt, steht in Warum Updates dein bester Schutz sind.
3. Starke WLAN-Verschlüsselung wählen
Stelle die Verschlüsselung auf WPA3, oder auf WPA2, wenn ältere Geräte WPA3 nicht unterstützen. Veraltete Verfahren wie WEP oder ein offenes WLAN ohne Passwort gehören abgeschaltet. Das WLAN-Passwort selbst sollte lang sein, denn es schützt dein gesamtes Funknetz.
4. Ein getrenntes Gastnetz einrichten
Fast jeder Router kann ein zweites, getrenntes WLAN für Gäste aufspannen. Nutze es für Besuch und für smarte Geräte wie Lampen, Steckdosen oder Kameras. So haben diese oft unsicheren Geräte keinen Zugriff auf deine Rechner, Handys und Netzlaufwerke. Wird ein Smart-Home-Gerät gekapert, bleibt der Schaden im Gastnetz.
5. WPS abschalten
WPS sollte das Verbinden per Knopfdruck oder PIN bequemer machen, hat aber Schwächen, über die sich der WLAN-Zugang erraten lässt. Schalte WPS aus und verbinde neue Geräte stattdessen klassisch über das WLAN-Passwort.
6. Fernzugriff aus dem Internet deaktivieren
Manche Router erlauben, die Verwaltungsoberfläche aus dem Internet zu erreichen. Für die allermeisten Haushalte ist das unnötig und ein Risiko. Schalte den Fernzugriff ab, sofern du ihn nicht bewusst brauchst. Die Router-Verwaltung sollte nur aus dem Heimnetz erreichbar sein.
7. UPnP mit Bedacht behandeln
UPnP erlaubt Geräten, selbstständig Ports im Router zu öffnen. Das ist bequem, kann aber ungewollt Türen nach außen aufmachen. Wenn alles bei dir auch ohne funktioniert, schalte UPnP ab. Merkst du, dass ein Spiel oder ein Dienst danach Probleme macht, kannst du gezielt nachjustieren.
8. Nicht genutzte Dienste ausschalten
Viele Router bringen Zusatzfunktionen mit, die du vielleicht nie brauchst: Fernwartungszugänge, alte Freigabeprotokolle, selten genutzte Netzwerkdienste. Was du nicht nutzt, sollte aus sein. Jede aktive Funktion ist eine zusätzliche mögliche Angriffsfläche.
9. Den Netzwerknamen unauffällig wählen
Der Name deines WLANs sollte keine Rückschlüsse auf dich, deine Wohnung oder das Router-Modell zulassen. Ein Modellname verrät Angreifern, nach welchen bekannten Schwachstellen sie suchen können. Ein neutraler Name gibt weniger preis.
Danach: kurz kontrollieren
Wenn du die neun Punkte abgearbeitet hast, wirf noch einen Blick auf die Liste der verbundenen Geräte in der Router-Oberfläche. Erkennst du jedes Gerät wieder? Unbekannte Einträge solltest du prüfen. Notiere dir außerdem, dass du ein paarmal im Jahr auf Firmware-Updates schaust.
Ein sicherer Router schützt alles, was dahinter hängt, oft mehr als jede einzelne Einstellung auf einem der Geräte. Wenn du unterwegs in fremden Netzen bist, gelten andere Regeln. Die fasst Öffentliches WLAN sicher nutzen zusammen.